Gigolo Tears

Hyper Pop!

Gigolo Tears – Empowerment Pop with Spray Tan

„Gigolo Tears“ sitzt am Strand, zwischen Waffeleis mit bunten Zuckerstreuseln und einer leeren Flasche Selbstbräuner.
Der Sonnenuntergang kam in Wellen, wie der Heulkrampf, der sie längst erfasst hat. Ein Ugly Cry sprudelt ungebremst aus ihrem Gesicht.
Als alles raus ist, rennt sie in die Wellen und springt. Ein Deepdive ins Meer, wo alles klebrigsalzige von ihr gewaschen wird. Sie kehrt zurück zum Beach, als wäre es ein Catwalk. So in etwa muss man sich die daily Routine von Christin Schalko vorstellen. Und das Setting des Debüt-Albums ihres Alter Egos „Gigolo Tears“.
„Kill Your Darlings“ ist ein emotionaler Zusammenbruch beim Workout mit Badekappe und Snacks.

Tanzende Bizeps und ölige Hochglanz-Stretchmarks reiben sich rhythmisch aneinander. Der Trademark-Sound von Gigolo Tears perlt wie schwitzende Lovehandles auf der Sonnenbank und verströmt den Duft von Sommer. Ihre Lyrics sitzen dabei nicht zufällig fest wie Lippenstiftstempel am Stehkragen. Denn Gigolo Tears ist so kuss- wie hüftecht. Egal, ob es um PMS, das Konstrukt Heirat, Toyboys oder das größte Problem von allen, das weiblich Sein geht.
Die perfekte Tanline kommt selbstverständlich nicht über Nacht, oder nach nur einem Sommer: In früheren Projekten kreist Schalko mit Loopmaschine durch die dunkellaute Kulisse Hamburgs, immer der Reeperbahn so nah, dass es schnell gefährlich werden kann für Seele und Leber.

Als eines von zwei Teilen der Gruppe „Zucker“ wird ihr Sound selbstbewusster, wütender. Zusammen mit Pola Lia Schulten peitscht sie Riotpop mit aggressiven, feministischen Parolen und süßen Melodien durch die Neue Hamburger (Sonder-)Schule. Gruppen wie Messer, Trümmer und Die Nerven galoppieren neben Zucker ein Weilchen durch das Diskurs-Karussell. Küsschen links, Küsschen rechts, Bussi Bussi Bye Bye. Schalko muss weiter. Raus aus der Schule.
Abschiedstränchen fließen… oder ist das bloß der Spray-Tan, der zu dick aufgetragen wurde?

Gigolo Tears veröffentlicht ihre ersten Singles „Tanlines“ und „Cry For Love“. Sie tourt, bevor sich die Pandemie ausbreitet und Konzerte absagt, mit der Live-Formation „The Crybabies“ durch die Republik, spielt unter Anderem auf der „Fusion“ und dem „Pudel Open Air“. Mit Hilfe einer Förderung des Musicboard Berlin produziert Schalko ihr Debütalbum „Kill Your Darlings“, das im Herbst 2021 bei „Ladies&Ladys“ erscheint.

Die Stücke von „Kill Your Darlings“ schmelzen bunt in den Ohren wie pastellfarbene Popsicles. Jeder Track schwingt wie das seichte Flirren der Luft über Asphalt. Das klebrige 90ies/RnB/Pop-Gemisch legt sich auf Trommelfelle wie frischer Schweiß auf die Haut. „Kill Your Darlings“ ist ein musikgewordenes Schulterpolster. Empowernd. Verspielt. Größenwahnsinnig. Baby, öl dich ein und sing so schief und laut mit wie du kannst.

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