Ehrlich. Queer. Selbstbestimmt.
Es ist die Suche nach einer Bestimmung, einer Perspektive und Lebensrichtung, die die 25-Jährige Deutsch-Iranerin Mina Richman schon früh zur Musik treibt. In Berlin geboren, aber in der Kleinstadt Bad Salzuflen aufgewachsen, pendelt sie zwischen den Welten und entdeckt in der CD-Sammlung ihrer Tante Schätze wie Joan As Police Woman und Nina Simone. Soul und Blues, die Hip-Hop-Kultur und die Revolte der großen Singer-Songwriterinnen stehen Pate, als sie an ihrer Debüt-EP „Jaywalker“ (2022) arbeitet, mit der sie als beste Newcomerin für den PopNRW Preis nominiert wird. Von ihrem Vater „aus Versehen“ zur Feministin erzogen – wie sie es einmal in einem „Zeit“-Interview formulierte – bediente sie sich für ihren Künstlerinnennamen beim berühmten Cher-Zitat „Mom, I am a rich man“.

Der Solidaritäts-Song „Baba Said“ geht während der Revolution im Iran schlagartig viral und macht die queere Deutsch-Iranerin über Nacht auf dem ganzen Globus berühmt. Das Musikalische mit dem Gesellschaftlichen zu verbinden, war ihr schon immer ein Anliegen. Mit renommierten Festivalslots u.a. bei dem New Fall, Herzberg und Reeperbahn Festival und Supportshows für Maxim, Anna Calvi und Alice Merton, zeigt Mina, dass sie „mit 25 Jahren schon eine ganz schöne Powerfrau ist“ (WDR5).

In ihrem Debütalbum, welches am Tag des Konzerts im LOK über das Ladies&Ladys Label erscheinen wird, stellt sich Mina Richman dem Erwachsenwerden. Mit viel Ehrlichkeit kehrt sich in ihre Kindheit zurück und verarbeitet streitende Eltern, kulturelle Entwurzelung und den gesellschaftlichen, wie auch ihren persönlichen Umgang mit ihrem Körper. Auch musikalisch ist sie gereift und stellt nun mit Soul, Folk und HipHop Einflüssen einen Sound vor, der sich mit ihrer Band, bestehend aus Friedrich Schnorr von Carolsfeld, Alexander Mau und Leon Brames in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Tobias Siebert (Juli, Enno Bunger, Lyschko) entwickelt hat. Ganz verwundbar zeigt sie sich in ihrer aktuellen Single „Referee“, in der sie Erinnerungen an ihre streitenden Eltern verarbeitet. Ihre Single „Nearly To The End“, „Ein herrlich beschwingter Song, der vermuten lässt, dass Amy Winehouse oder die Alabama Shakes in der ein oder anderen Playlist von ihr einen Platz haben“ (DIFFUS) beleuchtet die schönen Seiten des Erwachsenwerdens: Mut und liebe Menschen, die einen begleiten.

www.minarichman.de

Support: Lyuna

Songwriter-Folk, Indie-Pop, Jazz und Metal-Riffs – verschmelzen all diese Nuancen miteinander, entsteht der Sound, der Lyuna am ehesten beschreibt. Die vierköpfige Band aus Oldenburg und Jever hat sich einem Musikgenre verschrieben, das sie selbst nur schwer definieren können. Die Songs verzaubern durch tiefgründe und ehrliche Texte, gepaart mit durchdachten, stimmungsgeladenen Kompositionen an Gitarre, Drums und Synthie. Der warme Klang des Cellos und mehrstimmige Gesänge komplettieren die vierköpfige Band. In ihren Songs widmen sich Miriam, Sina, Tobi und Leon Themen, die unter die Haut gehen – Themen die nah gehen und die das Leben ausmachen. Schmerz, Liebe, Erfüllung, Altern, Zeit oder Verschwendung – Alles, was fühlbar ist, findet sich in den Bildern, die die Texte zeichnen, wieder.

https://www.instagram.com/lyuna.music/

Wann

Freitag 15.03.2024
20:00 - 23:00Uhr

Wo

LOK Kulturzentrum Jever
Moorweg 2
26441 Jever
Google MapsPfeil

Eintritt

18.00 €
Abendkasse: 20€
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