Manifest

Warum wir sexistisch* sind

Ladies& Ladys Label ist das erste offiziell sexistische* Musiklabel der Welt. Provokant erscheint auf den ersten Blick das Wort sexistisch. 95%* der Musikindustrie ist Männerdominiert, Sexismus ist erlebter Alltag. Die Vorstände der drei Major Labels dieser Welt sind ausschließlich männlich und der weibliche Anteil auf den Bühnen der großen Festivals liegt oft bei unter 10%. Ladies&Ladys Label ist ein vollkommen transparentes Musiklabel welches sich um die Förderung von Ladys* in der Musikbranche kümmert.

Nach unserer Definition kann jeder Mensch eine Lady sein, der/die diesem Ungleichgewicht entgegenwirkt oder wirken möchte. Wir möchten weder Geschlechter noch Sexualitäten abfragen und bezeichnen uns als „schnexistisch“. Wir nehmen uns damit viele Schneckenarten zum Vorbild, die ihr biologisches Geschlecht wechseln können. Solange der Rest der Menschheit noch nicht so weit ist, sind wir mit zwinkerndem Auge sexistisch*!

Falls es von Interesse ist: Unsere Führungsetage ist zu 100% weiblich. Wir fördern Frauen* und wir lehnen die Zusammenarbeit mit Männern (hier meinen wir heteronormative weiße cis Männer ohne Behinderung) nicht ab.

*wir diskriminieren die Diskriminierung.

Expertise

Feminismus können wir, Musikbiz lernen wir…

Feminismus können wir, Musikbusiness lernen wir:

Seit Anfang 2019 nahm eine Labelbossin am „Erasmus for Young Entrepreneurs“ Programm der EU-Kommission teil und arbeitet für und mit einem der erfolgreichsten Punk Rock Labels der Welt: SBÄM Records aus Österreich.
SBÄM macht die Artworks für fast alle Punk Rock Bands der Welt (NOFX, Sum41 und Offspring, Pennywise, Anti-Flag, Mad Caddies, Lagwagon etc. etc. etc,) veranstaltet zwei mal im Jahr ein eigenes Festival und diverse Clubshows (z.B. mit: Bouncing Souls, No Fun At All, Jaya The Cat, Good Riddance, Anti Flag, The Toy Dolls, Millencolin, Propagandhi, Donots, Descendents, NOFX, Frank Turner etc. etc. etc) . SBÄM Records versucht ebenfalls mehr Künstler*Innen für das SBÄM Fest zu buchen- und arbeitet u.a. für die feministische Band „Bad Cop/Bad Cop“.

Seit der Zusammenarbeit mit uns, labelt SBÄM Records die dritte „female Band“* in Folge und wir haben ein Awarenesskonzept** für die Festivals aufgebaut, in der Größenordnung ein Einzelfall in Europa.

Zusammenfassend: Wir supporten uns gegenseitig unsere Ziele zu erreichen und das Musikbiz ein bisschen besser zu machen.

*der Begriff „female Band“ sollte generell nicht verwendet werden. Das trägt nicht zur gewünschten „Gleichheit der Geschlechter“ bei-  und ist in diesem Fall im Kontext zu betrachten.

**Ein Awareness Konzept sind Maßnahmen zur Vermeidung  jeder Form von Grenzverletzung, Gewalt und Diskriminierung durch sexistische, rassistische, ableistische, homo- oder transphobe Handlungen und Haltungen.